Werke

Die Geheimlehre – Jubiläumsausgabe
Das Original – 4 Bände

Aus dem Vorwort des deutschen Herausgebers

Die literarische Hinterlassenschaft H. P. Blavatskys hat auch nach über einhundert Jahren nicht an Aktualität verloren, vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Wir dringen in Mikro- und Makrowelten nicht gekannten Ausmaßes ein. Immer komplexere Lebenszusammenhänge werden dadurch sichtbar. Hier liegt die große Chance für das neue Jahrtausend: Wir öffnen uns wieder den grundlegenden Fragen nach dem Sinn und dem Ziel unserer Evolution. Damit gewinnt Die Geheimlehre zunehmend an Bedeutung.

Mit der Wiederbe­lebung der fundamentalen Lehren über Reinkarnation und Karma sind bereits große Wandlungen im Denken eingetreten. Zu Recht wird H. P. Blavatskys Wirken daher als der spirituelle Beginn eines neuen Zeitalters gewertet, in dem das materialistische Weltbild Schritt für Schritt einer umfassenderen Weltsicht weicht, die einer von Geist und Intelligenz geleiteten Evolution Rechnung trägt.

So läutete H. P. Blavatsky, unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit, bereits vor nunmehr über einhundert Jahren die Renaissance „ursprünglicher Wissen­schaft“ ein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der neuen Generation in der ganzen Welt haben die verderblichen Folgen und zerstörerischen Auswirkungen des krassen Materialismus weitgehend erkannt. Sie beziehen und berufen sich zunehmend auf die alten, zeitalterlang überlieferten Weisheitslehren, die unveränderbar und allen menschlichen Irrungen zum Trotz die Zeitalter hindurch bestehen. Damit treten sie vielfach etablierten Lehrmei­nungen entgegen. Theorien und Hypothesen wie die des „Urknalls“ und des „Darwinismus“ sowie die fatale Ansicht, Leben könne aus „toter Materie“ entstehen, sind inzwischen schon weitgehend als unhaltbare Axiome erkannt worden. Sie weichen der wachsenden Anerkennung universaler Prinzipien, die erst in der angewandten Synthese von Natur- und Geisteswissenschaften offenbar werden. Diese Synthese verbindet die drei großen Denkrichtungen des Menschen: Religion, Wissenschaft und Philosophie. Erst in dieser Einheit können der tiefere Sinn und die kausalen Zusammenhänge des Lebens in ihrer vernetzten Komplexität erfasst und verstanden werden. Die Geheimlehre ist in diesem Sinne Wegweiser und Führer in eine neue wissenschaftliche Zukunft.

Ausblick

Mit der neuerlichen Herausgabe der Geheimlehre verbinde ich die Hoffnung, dass die in ihr enthaltenen Lehren noch stärker als bisher in das wissenschaftlich geprägte Weltbild der Gegenwart Eingang finden. Denn die Herausforderungen des neuen Jahrtausends werden immens sein, und das naturwissenschaftliche Weltbild wird in seinen Grundlagen revolutioniert werden. Die Geheimlehre hat in dieser Hinsicht schon viel bewirkt, aber ihr Potential ist noch längst nicht ausgeschöpft. Doch H. P. Blavatsky gibt einen wichtigen Fingerzeig, sie sagt:

„Die Natur überlässt nur dem ihre inneren Geheimnisse und teilt wahre Weisheit nur demjenigen mit, welcher die Wahrheit um der Wahrheit willen sucht und welcher nach Wissen begehrt, um anderen, nicht seiner eigenen, unwichtigen Persönlichkeit Wohltaten zu erweisen.“

Voraussetzung hierfür ist ein nachhaltiges Pflicht- und Verantwortungsbewußtsein gegenüber Mensch und Natur, denn alles Übel in der Welt entspringt einer einzigen Wurzel – dem Egoismus.

H. P. Blavatskys herausragendes Ziel war es, die Wissenschaften zu einer Synthese zusammenzuführen, um sie gemeinsam aufgehen zu lassen in jener alles verbindenden Universalen Bruderschaft, der Ethik als wahrer Grundbaustein menschlichen Geistes zugrunde liegt – doch das Werk möge für sich selbst sprechen.

Hannover, Mai 1999
Hermann Knoblauch
Leiter der Theosophischen Gesellschaft Point Loma – Covina
Nationale Hauptstelle
Direkte Nachfolge der amerikanischen
Gründungsgesellschaft von 1875, New York, USA

 

Auszüge aus dem Vorwort zu: H. P. Blavatsky:
Die Geheimlehre, Jubiläumsausgabe

Die Geheimlehre - Band 1

Die Geheimlehre - Band 2

Die Geheimlehre - Band 3

Die Geheimlehre - Band 4

Weitere Informationen:
www.Geheimlehre.de

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Helena Petrowna Blavatsky
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