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Wie studiert man am besten die Geheimlehre?

Prof. Dr. Gottfried von Purucker beschreibt in seinem Kommentar zur Geheimlehre, den „Grundlagen der Esoterischen Philosophie", S. 189 ff., diese Vorgehensweise:

„Indem wir mit einem allgemeinen Umriß beginnen, folgen wir dem Studienplan, die allgemeine Skizze, den allgemeinen Überblick zu geben und füllen diesen dann im Verlauf unseres Studiums mit dem Gegenstand und den Einzelheiten aus, wobei wir dabei auch häufig auf andere Lehren hinweisen, die damit verbunden sind. Das geschieht absichtlich. Wir folgen damit dem alten System oder der alten Methode, diese verschiedenen Lehren und Aspekten zu lehren ...

… Die Alten kannten die Psychologie des Lehrens und Lernens besser. Sie gaben zuerst einen allgemeinen Überblick, wie ihn ein Mensch auf einem Berggipfel hat mit dem topographischen Überblick, woraus er sich eine topographische Anschauung bildet, die er in seinem Gemüt festhält. Wenn er dann in das Tal hinabsteigt, ist er in der Lage, die notwendigen Einzelheiten bequem einzufügen. Das ist die Methode der Natur, wenn wir so davon sprechen können. Sie ist das, was die platonische Methode genannt wird: Zuerst das Allgemeine, dann das Besondere. In der Logik wird es das deduktive System genannt, im Gegensatz zu der aristotelischen oder induktiven Methode, auf die das moderne Lehren des Westens begründet ist.“

Die Geheimlehre von H.P.B. folgt genau dieser Lehrmethode. Mit den drei fundamentalen Grundsätzen mit denen Helena Petrowna Blavatsky die Geheimlehre eröffnet, wird der erste grosse Überblick gegeben. Sie bilden das Fundament und den großen Überblick, die Vogelperspektive. Sie sind das Herz der Theosophie und ihre Ideen sollten ins Bewusstsein eingebrannt werden, wenn ein nachhaltiger Fortschritt erzielt werden soll.

 

 

 

 

 

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Helena Petrowna Blavatsky
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