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Warum erinnern wir uns nicht an frühere Erdenleben?

Der immer wieder vorgebrachte Einwand, Reinkarnation sei nicht beweisbar, da kein „Sterblicher“ je von den Toten auferstanden ist, entbehrt jeder Grundlage. H. P. Blavatsky beweist das Gegenteil! Doch sie macht den gravierenden Unterschied zwischen „sterblich“ und „unsterblich“ deutlich. Erst dann, wenn wir uns zu unserer eigenen Unsterblichkeit emporgerungen haben, liegt das Buch des Lebens offen vor uns! Seite für Seite offenbart es sich dann wie ein spannender Roman, dem weder etwas hinzugefügt noch die kleinste Kleinigkeit genommen werden kann.

Frage:
Wie erklären Sie den vollständigen Verlust unserer Rückerinnerung an frühere Erdenleben?

H. P. Blavatsky:
Die Prinzipien werden nach dem Tode mit den sie bildenden physischen Elementen der Werkstatt der Natur zurückgegeben. Das Gedächtnis ist mit dem Gehirn, dessen es sich bediente, verschwunden. Dieses verschwundene Gedächtnis einer verschwundenen Persönlichkeit kann sich in seiner neuen Verkörperung folglich weder an die Vergangenheit erinnern, noch kann es sich Bruchstücke daraus zurückrufen. Die Tatsache der Reinkarnation ist so aufzufassen, dass das reinkarnierende Ego mit einem neuen Körper, einem neuen persönlichen Ego und einem neuen Gedächtnis erscheint. Daher ist es Unsinn, von diesem neuen Gedächtnis zu erwarten, dass es sich an Eindrücke erinnern soll, die es niemals aufgenommen hat.

Aus: Helena Petrowna Blavatsky: The Key to Theosophy
in Esoterische Philosophie – Das Forum

 

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Helena Petrowna Blavatsky
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